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Jeder Mensch hat sein
ureigenstes Goldland und sucht sich in
jedem Lebens- und Wirkungsbereich immer das aus, was am meisten mit seinen
inneren Idealen, Überzeugungen und Vorstellungen korrespondiert und
übereinstimmt. In einer gewissen Hinsicht sagen diese Daten eines Menschen
nicht nur etwas aus über seine Sicht der Welt und ihn selbst, sondern lassen
erahnen, wonach er sich in seinem Innersten sehnt, trachtet und dürstet.
In unserer immer inhaltsleerer werdenden Zeit, in der der innere
Held ersetzt wird durch den inneren Antihelden und wahre
Werte als Kitsch abgetan werden (oder immer mehr dazu gemacht werden),
erinnern uns ein Monet, ein Turner oder ein Michelangelo an eine Zeit, in der
es noch erlaubt war, den Menschen heldenhaft oder eine Landschaft
romantisch, ideal und schön darzustellen.
Unser gegenwärtiger Superrealismus in jeglichen Bereichen (nicht
nur in der Kunst), der eigentlich ein Superrationalismus ist, hat
durchaus seine Berechtigung - ist er doch der zeitgeistige Ausdruck davon,
wie der Mensch sich selbst sieht und begreift - jedoch verneint er oft die
innere Dimension des Menschen und der ihn umgebenden Mitschöpfung,
oder verzerrt sie so, dass der Fokus lediglich auf das problemhafte und
düstere gelegt wird, ohne die andere Seite - die ja offiziell
Kitsch ist - zu berücksichtigen. Um genau diese andere
Seite - man kann sie auch mit den Worten magisch oder
mystisch umschreiben - geht es mir bei der Malerei.
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In einer klaren Frühlings-
oder Sommernacht, in der der frische Geruch von Wald und Heu durch den lauen
Wind unsere Lunge und schliesslich unser Innerstes
erfüllt, oder an einem kühlen Herbsttag, an dem man den nahenden Winter
förmlich riechen kann, sind wir näher dran am SEIN und am Leben
als in vielen anderen Momenten, von denen wir dies annehmen und die wir ach
so schnell hochhalten und auf die liebgewonnenen Podeste unserer
Selbstzentriertheit stellen. Wir haben verlernt, das wahre und
mystische in uns und in unserer Mitschöpfung
wahrzunehmen und das Tor zu unserem Goldland
ist oft verschüttet oder verstopft.
Zu helfen, es wieder ein wenig zu öffnen und den Menschen an seine mystische
innere Herkunft zu er-innern, könnte vielleicht die
- wenn man so will - innere Aufgabe meiner Bilder sein, und
hierin finden sie ihre Werterfüllung.
Mein Goldland habe ich übrigens auch
musikalisch umgesetzt - wenn Sie Lust und Zeit haben, können Sie ja mal reinhören.
Ansonsten bedanke ich mich herzlich für Ihren Besuch - vielleicht sehen wir
uns irgendwann wieder!
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